Von Valerie Solanas lernen,

heißt Siegen lernen. So verstehe ich dieses Interview mit Feridun Zaimoglu. Sind wir jetzt tatsächlich schon so weit? Darf man jetzt die Autorin des „Manifests zur Zerstückelung der Männer“ feiern, die sich des mehrfachen versuchten Mordes schuldig gemacht hat?

Egal, ob es sich hier nur um Click-baiting handelt, es bleibt die heftigste misandrische Entgleisung, die ich je gelesen habe.

Es ist mir absolut unverständlich, dass dieser Text auf der wichtigsten Nachrichtenwebseite Deutschlands veröffentlicht wurde. Das ist nicht nur eine billige Provokation. Das ist eine Kriegserklärung. Zitat:

„Es war mir ein Vergnügen, aufzuschreiben, wie sie mit zwei Männern fertig wird, bumm, weg mit dem Mist. Für sie sind Männer Fleischabfall.“

Wie auch immer, seit ein paar Minuten kenne ich zumindest einen, der ein narzisstisches, grenzdebiles Würmchen ist.

Note to self: Crunch Time! Musik: Queen, Altarage, Norma Jean, Tear Light from Matter.

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Die Oregano-Krise

Die Liste meiner Unentbehrlichkeiten, lang ist sie nicht. Aber natürlich: Es gibt ein paar Produkte, ohne die es nicht geht und die daher ständig „im Zulauf“ sind: Kaffee, logisch oder? Milch für in den Kaffee, weitere Grundnahrungsmittel (Brot, Käse, Aufschnitt, Streichfett), dann die Abteilung Badezimmer (Duschgel, Zahncreme, Deo, Klopapier), leider immer noch Tabak und Blättchen, Pilsbier wird auch gerne genommen, dazu ein paar Nüsschen und natürlich Fisherman’s Friend Mint ohne Zucker. Das war es schon fast.

Zwar koche ich regelmäßig und zwar oft das gleiche und zwar ohne abzuschmecken und insgesamt wahrscheinlich erschreckend talentfrei, aber der Hunger treibts runter. Was gekocht wird, entscheide ich spontan beim Einkauf, die erste Zutat bestimmt meist die anderen. Und für „Reis mit Scheiß“ oder Pasta-Variationen auf studentischem bzw. WG-Niveau reichen oft die Restbestände im heimischen Kühlschrank. Irgendeine Paprika, ein paar zwanglose Schalotten, zufällige Kartoffeln, ein Stückchen Speck, das sich nicht schämt, ein einsames Ei, meine Pfanne kennt das schon und sie kann ja nicht Protest schreien. Wenn man so kocht, gibt es eigentlich nur eine Grundregel: Hände weg von der Muskatnuss! Da bin ich empfindlich. Ansonsten wird gerne nach Farbe gewürzt: Weiß, schwarz, rot und grün. Und grün ist hier das Stichwort.

Ich liebe den gemeinen Dost, Oregano wird er auch genannt. Er verleiht auch extremen kulinarischen Unzumutbarkeiten mediterranes Flair und betört schon bei der Zubereitung mit kräftigem Aroma. So wie man keinesfalls am Salz sparen sollte, kann man bei Oregano eigentlich nur dann etwas falsch machen, wenn man das Kraut weglässt. Nur bei allem, was im weitesten Sinne asiatisch anmuten soll, stört er. Aber sonst: Hinein damit. Also gehört auch das Gläschen mit getrocknetem Dost zu den Standardprodukten, die ich immer vorrätig habe. Eigentlich.

Seit mehreren Wochen gibt es das Kraut weder bei meinem Stammdiscounter, noch bei meinem Vollsortimenter. Nix, nada, zip. Mögen mich Basilikum, Dill, Majoran und Thymian aus den benachbarten Fächern auch höhnisch grüßen, kein Dost, kein oreganischer Hauch. Nirgendwo. Und ja, ich gestehe: Ich habe tatsächlich schon in Amazonien das entsprechende Angebot geprüft, allein die Gebindegröße (750g? WTF) hielt mich vom Erwerb ab.

Jetzt mal Tacheles: Das Zeug kommt aus dem Mittelmeerraum, wird in der Türkei und Griechenland kommerziell angebaut, mit beiden Ländern befinden wir uns nicht im Krieg. OK, es ist Winter, aber es sollten doch noch Bestände aus dem letzten Jahr zu bekommen sein. Wir sind Meister der Logistik: Großturbinen, Fertighäuser, ganze Produktionsstraßen werden fristgerecht angeliefert. Da kann es doch kein Problem sein, eine adäquate Menge an Dost zur Verfügung zu stellen. Hört her, ihr Kräutereinkäufer, schickt einen Sprinter los, macht was!

Note to self: Am Bett. Es geht. Musik: Irk, Veldes, Tomorrowillbeworse, Shaving the Werewolf.