Vorsätze

Es ist nicht so, dass ich Ende des gerade vergangenen Jahres nichts zu schreiben gehabt hätte. Eigentlich im Gegenteil. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass durch das schriftliche Wiederkäuen von Dingen, die einen wirklich (!) aufregen nicht gerade ein Beitrag in Richtung Abstand, Seelenfrieden und Selbstzufriedenheit erreichbar gewesen wäre. Erfreuliches und Anregendes gab es nicht zu vermeldet, also habe ich mal eine Blogpause eingelegt. Die Welt hat sich weiter gedreht. Inzwischen sind ein Urlaub, viel zu viel Arbeit, ein Weihnachtsfest, ein Jahreswechsel und noch so manch anderes über die Bühne gegangen. Die dringend benötigten Kurzferien zwischen den Jahren enden heute Abend. Zeit also, auf die digitale Bühne zurückzukehren.

Meine guten Vorsätze für das neue Jahr? So, wie bei allen Anderen auch: Gesünder und bewusster leben, abnehmen, weniger Zeit vor Bildschirmen verbringen, sich weniger ärgern. Allerdings habe ich dieser Tage einen Artikel gelesen, in dem von Psychologen dargelegt wurde, dass das mit den guten Vorsätzen grundsätzlich nicht klappen kann und warum wir es trotzdem immer wieder versuchen wollen. Es ist kein Wunder, dass Albert Camus einst geschrieben hat, dass wir uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen müssen. Entsprechend habe ich in den knapp zwei Tagen seit dem „Rutsch“ weiterhin geraucht, genascht, Bier getrunken, ständig am Computer gehockt und nebenbei noch ferngesehen. Und mächtig geärgert habe ich mich auch schon, verrate aber nicht worüber. Also alles in Ordnung.

Normalerweise veröffentliche ich am Ende eines jeden Jahres eine Top 10 der Alben, die mich besonders beglückt haben. Auch darauf muss die geschätzte Leserschaft diesmal verzichten. Zwar gab es einige sehr schöne neue Scheiben (z.B.: von Converge, Thantifaxath, Hexis, Krallice, The Faceless), allerdings bin ich inzwischen zu der Erkenntnis gelangt, dass meine musikalischen Vorlieben so verschroben sind, dass außer mir keiner etwas von einer solchen Zusammenstellung hätte. Also werde ich demnächst wahrscheinlich nur dann auf exzellente neue Musik aufmerksam machen, wenn mich eine Platte sozusagen ganz und gar gepackt hat und ich nicht anders kann.

Note to self: Bis ins Mark. Musik: Beady Belle, At The Drive-In, B-Thong, Arctic Monkeys.

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