Dann halt nicht

OK, wir wollen in Wirklichkeit ja gar keine Politiker, die uns die Wahrheit sagen, jedenfalls würden wir sie nicht wählen, denn „die Wahrheit ist trocken und selten geschmackvoll“ wie schon die Fantastischen 4 uns lehrten. Davon mal abgesehen: Ich gebe zu, kurz gezuckt zu haben und eine Stimmabgabe für die alte Tante „SPD“ bei der anstehenden Bundestagswahl zumindest zwischendurch in Erwägung gezogen zu haben. Immerhin hätten wir ohne sie immer noch keinen Mindestlohn und die sozialdemokratischen Mitglieder der derzeitigen Regierung outperformen die Unionsversager eindeutig, das könnte man ja mal honorieren. Kurz danach kam ich in der Stadt an diesem Wahlplakat vorbei:

Also, vielleicht lasse ich mich ja gerne belügen, so wir wir alle, aber so plump verarschen lasse ich mich nicht. Der Gender-Pay-Gap von 21% existiert nicht, jedenfalls nicht so, wie von der SPD hier insinuiert. Und wer damit auf Stimmenfang geht, bekommt meine ganz bestimmt nicht.

Nachtrag vom 12. September (auch wenn hier so etwas normalerweise nicht gemacht wird):

Margarete Stokowski weist heute auf SPON nach, dass diese Lügenmärchen durchaus verfangen. Ihre Kolumne besteht aus männerfeindlichen Überspitzungen, ist argumentativ drittklassig und blendet Tatsachen konsequent aus. Bezeichnenderweise erschien der Beitrag zunächst als Headline, 30 Minuten später wurde er bereits unter „ferner liefen“ eingeordnet und nach ein paar Stunden ist er nur noch über das Kolumnenmenü erreichbar. Frau Stokowski, Ihre Beiträge sind ohnehin inhaltlich und stilistisch unterdurchschnittlich, aber der Müll, den Sie diesmal abgesondert haben, war wohl selbst Ihrem Arbeitgeber zu idiotisch.

Note to self: Weiß, weiß, weiß ist meine Wohnküche. Musik: Beyond Grace, Klamath, Steven Wilson, Decrepit Birth, Prong.

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Eifelsteigchen

Eine Urlaubswoche wandern? Schon im Vorfeld der Veranstaltung kamen leise Zweifel angesichts meiner derzeitigen Kondition bei mir auf. Aber immerhin diese verdammte 3. Etappe des Eifelsteigs mit ihren knapp 25 Kilometern Strecke und 800 Höhenmetern Anstieg hatte ich mir verordnet, Kampf dem inneren Schweinehund!

Um es vorweg zu nehmen: Die Erlebnisse dieses Wandertages und auch die Zipperlein danach haben dazu geführt, dass ich seitdem zwar noch 3 ziemlich lange Spaziergänge im Aachener Wald und in der Nähe von Roetgen unternommen, aber weitere Gewaltmärsche unterlassen habe. Und dazwischen habe ich lange geschlafen, viel in der Sonne gesessen und über so manches gründlich nachgedacht. Anyway: Anbei einige Impressionen von der Killer-Etappe:

Note to self: Immer mit der Ruhe. Musik: Integrity, Enslaved.

Alive

OK, zwar ist es schon ein paar Tage her, aber Ende August hat es tatsächlich ein Konzert von ANNA1 gegeben, im Rahmen der so genannten Abrissfete im Gymnasium Alsdorf-Ofden. Es gab immerhin einige neue Stücke zu hören und die Welturaufführung von „Don’t You Dare“.

Foto: Anne Welling

Auch wenn es auf dem Foto vielleicht nicht so aussieht, wir hatte trotz kleinerer Pannen ziemlich viel Spaß und der Publikumszuspruch war fast schon rekordverdächtig. Ganz klar: Es lag an den zahlreichen Zuschauern und nicht an den Bands, dass dem Veranstalter zwischendurch das Bier ausging. Ein schöner Abend!

Note to self: Abstand ohne Smartphone, klappt doch. Musik: Decrepit Birth, Hundred Suns, The Hirsch Effekt.