Öffentlich-Rechtliche Mogelpackung

Ob ich zu viel fernsehe? Tja, weiß nicht. Wenn ich am Abend am Rechner sitze, läuft meist irgendwas auf dem zweiten Monitor, seit der DVB-T2-Umstellung ausschließlich per Webstream, einen Empfänger habe ich bislang nicht (würde auch nicht viel bringen, meine Grafikkarte ist nicht H.265-fähig, wahrscheinlich würde das Ganze also heftig ruckeln, und das bei einem System mit einem auf 4,2 GHz aufgebohrten i7, vollkommen verrückt). Hauptsächlich schaue ich Sport, Dokumentationen, Nachrichten, mal ein politisches oder kulturelles Magazin. Und dann gibt es ein paar feste Sendeplätze für Fiktionales, zum Beispiel den Tatort am Sonntag. Ich zahle die Abgabe für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk gerne, wenn ich mal bei Freunden die Privaten anschauen muss, schüttelt es mich regelmäßig.

Nun besitze ich ja kein Empfangsgerät im althergebrachten Sinne, sondern nur einen Computer. Für die ÖR-Anbieter ist das egal, sie betrachten mein Internetempfangsgerät, als „echten“ Fernseher und sie kassieren auch das gleiche, als besäße ich einen „echten“ Fernseher. Also sollte man annehmen, dass sie mir auch das gleiche liefern, wie denjenigen, die einen „echten“ Fernseher haben. Tun sie aber nicht.

Einer der wenigen Sendeplätze im ÖR-Fernsehen, wo man mal einen halbwegs aktuellen Spielfilm sehen kann, ist das ZDF-Montagskino, das schaue ich mir ganz gerne an. Nur sollte man sich als Internet-Kunde nicht darauf verlassen, dass man den Film dann auch sehen kann, denn jede zweite Woche erscheint dies hier:

Übrigens: Wenn es sich bei dem Film um eine Wiederholung handelt, die man bereits gesehen hat, irgendeine olle Kamelle, dann wird sie in der Regel auch gestreamt. Aber alles, was halbwegs schick ist, bleibt mir verborgen.

Worum handelt es sich hier? Ganz einfach, um Beschiss! Das ZDF behandelt mich wie einen Kunden zweiter Klasse. Meine Kohle nimmt man gerne, geliefert wird nicht. Aus meiner Sicht ist das Betrug. Davon abgesehen ist es ein Armutszeugnis, denn es offenbart, dass diese Sendeanstalt eben noch gar nicht im neuen Jahrtausend angekommen ist. Macht was!

Note to self: Konsum, allzuviel, allzuoft. Musik: Fink, Puts Marie, Feist.

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