Nach der Gruppenphase

So, wir haben 36 Fußballspiele gesehen (tatsächlich habe ich mir fast alle Partien angeschaut, bis auf die parallel ausgetragenen und zwei Spiele, die jeweils einer Kohlenrockerprobe zum Opfer fielen). Man kann eine Zwischenbilanz ziehen, here it comes:

Beginnen wir mit den großen Enttäuschungen des Turniers: Dazu gehören selbstverständlich die Polen (mein Tipp für den Titel, ja, ich schäme mich), für die offenbar der Druck zu groß war. Anders kann ich mir die erheblichen technischen und taktischen Defizite des Teams nicht erklären. Zur mentalen Schwäche kamen dann auch noch konditionelle Probleme und ein schwacher Lewandowski. Schade, Nachbarn. Als ähnlich schwache Nachbarn entpuppten sich die Spieler der orangen Elftal. Für deren katastrophales Abschneiden sehe ich zwei wesentliche Gründe: Einerseits der fehlende Zusammenhalt im Team und andererseits die Besetzung der Positionen im defensiven Mittelfeld. Im modernen Fußball kommt den „Sechsern“ eine zentrale Bedeutung zu: Sie bestimmen den Rhythmus, ziehen die Fäden beim „Umschaltspiel“, nehmen eine Schlüsselrolle beim Spiel „gegen den Ball“ ein. Man kann ohne Häme feststellen, dass die Niederlande auf dieser Position unterdurchschnittlich besetzt ist. Van Bommel und De Jong verfügen beide nicht über das Potential eines Schweinsteigers oder Khediras. Sie sind klassische Spielzerstörer und das ist heute zu wenig. Neben diesen beiden größten Enttäuschungen sind noch die sympathischen Iren zu nennen, die schwächste Mannschaft des Turniers: Mit ihrem Insel-typischen Rumpelfußball gewinnt man heute keinen Blumentopf mehr. Schade.

Beim Thema Rumpelfussball kann man dann gleich mit den Schweden weitermachen: Ihre beste Offensivwaffe war nicht Zlatan, der Große (und pomadig Behäbige), sondern Verteidiger Melberg, der wie ein Elch durch den gegnerischen Strafraum pflügte. Auch zu wenig. Unter Wert geschlagen wurden die Kroaten, die benachteiligt wurden und den amtierenden Weltmeister Spanien an den Rand einer Niederlage brachten. Sie hätten ein Weiterkommen verdient gehabt. Dagegen sind die Dänen, die im Spiel gegen Deutschland unbedingt einen Sieg brauchten, selber Schuld: Wer bis zum Schluss mit 9 Mann am eigenen Strafraum steht, der darf einfach nicht gewinnen: Zum Glück verfängt der Chelsea-Modus nicht immer. Zu den massiv Benachteiligten gehören auch die Ukrainer, dazu später mehr.

OK, ein paar Worte zur deutschen Mannschaft: Sie hat nicht geglänzt, auch ein Quäntchen Glück gehabt und war defensiv stärker als erwartet. Gegen tief stehende Gegner sehen auch die spielstärksten Mannschaften mitunter blass aus. Im Turnier angekommen sind Khedira, Hummels, Neuer, Boateng, Bender, Schweinsteiger, Badstuber und Gomez (nein, kein weiterer Kommentar zu Gomez, Thema durch, hoffe er trifft noch ein paar Mal). Unter ihren Möglichkeiten spielten bislang Özil (hat der Junge Probleme mit seiner Freundin, oder warum sieht er immer so unglücklich aus?), Podolski (muss zu sehr nach hinten arbeiten, weil der Kapitän öfters patzt) und eben Kapitän Lahm (überspielt?). Ein Ausscheiden gegen die humorlosen Mauerbrüder aus Griechenland ist durchaus möglich.

Trotzdem: Ich erwarte Deutschland, Spanien, Italien und Portugal im Halbfinale. Von da an ist alles möglich, denn keine dieser Mannschaften hat bislang dominiert. Sollte sich diese Vorhersage bewahrheiten, muss man leider den Italienern die größten Chancen auf den Titel einräumen: Sie sind von allen Teams bislang am variabelsten, sind hinten grundsolide, haben vorne Männer mit Killerinstinkt und dazu einen Pirlo für die Standards. In einem möglichen Halbfinale gegen Deutschland wären sie im Vorteil. Verdammt!

So letzter Absatz: Die Leistung der Schiedsrichter ist bislang etwas besser als bei der letzten WM, aber es sind einige Fehlentscheidungen vorgekommen, die spielentscheidend waren: Der von Wolfgang Stark nicht gegebene Strafstoß für die Kroaten ist ein Beispiel, der Platzverweis gegen die Griechen im Eröffnungsspiel ein weiteres. Die krasseste Fehlentscheidung war aber sicher das nicht gegebene Tor für die Ukrainer gegen England am gestrigen Abend. Man muss sich schon fragen, was die Torrichter eigentlich machen, außer mit ihren komischen Funkgeräten dazustehen und wichtig auszusehen. Bitter, ganz bitter.

Note to self: Es wird und es spaßt. Musik: Ween, Fiona Apple, Chimp Spanner, Diablo Swing Orchestra.

„Mumpitz, alles Schrott!“

Genau mit diesem legendären Ausruf tat sich mein erster gymnasialer Deutschlehrer gerne hervor, der meist vergeblich um meine Aufmerksamkeit rang, außer es ging um mittelalterliche Belagerungstechniken, oder die Schlachtordnung römischer Legionen. Diese Themen waren jedenfalls viel interessanter als grammatikalische Feinsinnigkeiten und Orthographie, hatten aber leider nur einen geringen zeitlichen Umfang im Gesamtprogramm.

Schrott, nicht wahr, ist ja irgendwo der Dino des Recyclings. Man hat schon alte Dampfmaschinen (und im Bedarfsfall Kirchenglocken) wieder eingeschmolzen, als Grüne Punkte schlimmstenfalls die Folge von ganz merkwürdigen Infektionen waren, oder bestenfalls die Begleiterscheinungen einer kleinkindlichen Spinatmahlzeit. Damit Schrott sich lohnt, bei dessen Ablieferung meine ich jetzt, muss er wiegen, schwer wiegen. Als ich einen lokalen Händler kontaktierte, annoncierte dieser einen Preis von 180€. Pro Tonne. Ich hätte also wissen müssen, was auf mich zukommen würde.

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Das Verschrotten an sich kann in seinen -hm- zarten Anfängen eine hochvernügliche Angelegenheit sein, jedenfalls wenn es darum geht, mit dem in diesem Blog schon ausführlich gewürdigten Mottek auf eine wehrlose Badewanne einzuprügeln. Die Brocken fliegen, es ist – jetzt mal rein akustisch betrachtet- metallisch (Death Metal würde ich sagen, für Thrash war ich nicht flott genug) und man erhält eine über Größenordnungen gestreute Auswahl äußerst scharfkantiger Fragmente, an denen man sich vortrefflich verletzen kann. Ich kann diese Tätigkeit als Ausgleichssport nur empfehlen und schlage allen Unternehmensberatern vor, eine Auswahl an unterschiedlich widerstandsfähigen Badewannen und auch unterschiedlich schweren Vorschlaghämmern in zu sanierenden Unternehmen vorzuhalten, um der leidenden Belegschaft ein Ventil für Unmutsäußerung bzgl. ihrer Tätigkeit (die Tätigkeit der Unternehmensberater selbstverständlich) zu bieten. Ah, ich schweife ab. Um zum wesentlichen Punkt der ersten Absätze zurückzukehren: Badewanne macht Spaß, aber Badewanne wiegt nix, jedenfalls nicht, wenn sie mal klein ist. Aber Heizkörper wiegen. Und Heizkörper, meine liebe Leserschaft, lachen über Motteks. Also, sie glucksen, meine ich (heute deutlich gehört zu haben).

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Die gezeigte Abbildung markiert den glücklichen Zwischenstand des „Aufgeladen is!“. Sie verschweigt die furchtbaren Auswirkungen der Schwerkraft. Sie verschweigt die unschönen tiefschwarzen Sprengsel austretender Restflüssigkeiten in weiß gestrichenen Treppenhäusern. Sie verschweigt die fatalen Verschränkungen, die Heizkörper untereinander eingehen, wenn man versucht sie, Rippe über Rippe, übereinander zu stapeln.

Man könnte die Schrott-Geschichte des heutigen Tages noch wesentlich blumiger und ausführlicher erzählen. Man könnte berichten, was für merkwürdig traurige Orte Schrottplätze sind und was für merkwürdige Menschen sich dort rumtreiben. Man könnte darüber schreiben, dass die beiden Chefinnen dieses Unternehmens angemalt (=zu fett geschminkt) und mit Säugling über der Schulter das Büro wie Drachen beherrschten (mir war unmöglich zu ermitteln, welchem Drachen der Nachwuchs eigentlich zugehörig war, er wechselte von Schulter zu Schulter, weshalb ich annehme, dass er einem monströsen und -darf ich sagen- widernatürlichen Zeugungsakt der beiden Drachinnen entsprungen war) und dabei so aussahen, als hätten sie in ihrem ganzen Leben noch nie ein Stück Schrott angefasst. Man könnte sich darüber echauffieren, dass die Länge der in allen Farben des Regenbogens lackierten Fingernägel der Drachen diese im Grunde daran hinderten, eine Tastatur fachgerecht bedienen zu können (wenn ich so was sehe, schüttelt es mich immer). Man könnte sich darüber beschweren, dass die Vorlage eines Personalausweises zur Abrechnung des Vorgangs vonnöten war. Man könnte einräumen, dass man beim ersten Anlauf eben diesen Personalausweis nicht vorzulegen in der Lage war und auch keinen Führerschein, keine Fahrzeugpapiere, keine Mitgliedskarte der örtlichen Stadtbibliothek und keinen Freischwimmerpass ersatzweise beibringen konnte. Man müsste zugeben, dass man deswegen noch ein zweites Mal das Gewerbegebiet Aachen-Eilendorf in seiner ganzen Schönheit zu durchmessen hatte. Man könnte damit schließen, dass von dem nachgereichten Personalausweis eine Fotokopie angefertigt wurde, was den Schreiber dieser Zeilen veranlasste, auch die Preisgabe der eigenen Blutgruppe anzubieten (Drachen können die Stirn runzeln). All das will ich nicht tun.

Auf dem schriftlichen Beleg über den letztlich erfolgreichen Geschäftsabschluss steht: Schredderschrott, 0,220t, 39,60€. Ich darf jetzt über den Sinn des neu gelernten Verbs „zurückwiegen“ nachdenken. Und nur Gertrudes vortreffliche Buletten, deren Restbestände ich mir während der äußerst unterhaltsamen EM-Begegnung Schweden-England fast vollständig, nebst einer erheblichen Menge Kartoffelsalats, einverleibt habe, retten diesen Tag.

Note to self: Er kann tun, was er will, er bleibt der Geliebteste. Musik: Götz Widmann, Meshuggah, Lamb Of God.

Eine Lachnummer

Die Leistung der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal? Nein, die war dürftig, aber das Ergebnis stimmte wenigstens. Pofallas Äußerungen zur Finanz-Transaktionssteuer? Nein nein, Pofalla ist zwar eine Witzfigur, die bei mir immer den „Ich-hau-ihm-auf-die Omme-Reflex“ auslöst, aber er ist zum Glück ja weitgehend kaltgestellt. Nee, dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Vorstellungen der WWDC von Apple, die heute stattgefunden hat.

Im Vorfeld war ja durchgesickert, dass die Kalifornier fast die gesamte Produktpalette im Macintoshbereich erneuern würden. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Also schaun wir doch mal. Ah, Moment: Bei „Just Skidding“ wurde ja schon öfters heftiges Apple-Bashing betrieben. Ich will mich wirklich nach Kräften bemühen, mich nicht zu wiederholen. Ich werde nichts über iOS6, Mountain Lion und andere Software-Updates schreiben. Im folgenden geht es nur um die Hardware. Nun denn:

Fangen wir mal mit dem Mobil-Bereich an. Die neu vorgestellten MacBook Air sind State Of The Art: Intels neue IvyBridge-Plattform, USB3, Thunderbold, SSD, HD-Webcam. Wirklich schöne Geräte, an denen es nichts zu bemäkeln gibt. Weiter geht es mit den MacBook Pro (Ruhig Brauner): Das neue 17Zoll-Gerät, Moment, wo isses? Ja wo isses denn? ES IST WEG! Es gibt kein 17-Zoll-Laptop von Apple mehr. Wie bitte? Das kann doch nicht sein. Aber es ist wahr. Cupertino hat das ehemalige Mobil-Flagschiff einfach eingestampft. Keine Ahnung, wer diese Entscheidung getroffen hat, aber er gehört gevierteilt. Das große MacBook war *das* Gerät für alle, die ein bisschen mehr brauchen, die Profi-Applikationen wir Logic, FinalCut, Cubase auf einem Mobilrechner nutzen wollten. Tja Pech gehabt.

Gut, wir schlucken und verdrücken ein Tränchen und schauen uns die neuen Modelle mit Retina-Display an (Ja, wir wollen jetzt mal das komische CPU-Taktungs-Gewirr bei den alten Modellen, die im Programm bleiben, nicht weiter kommentieren): Also, schick sind sie, die Neuen, extrem flach, extrem sexy. DVD-Laufwerk gibt es nicht mehr, kann man auch irgendwo verschmerzen. Ein Externes kostet nicht mal 50 Ocken, schon OK. An der sonstigen Ausstattung gibt es auch nix auszusetzen: Schnelle CPU, schnelle integrierte bzw. dedizierte Grafik, USB3, SSD, 2x Thunderbolt. Hört sich gut an. Das Display muss man sich mal live angucken, seine Kennwerte sind granatig. Matt gibt es nicht mehr, nur noch glänzend. Apple folgt da dem idiotischen, vom Rest der Hersteller vorgegeben Richtung. Muss man wohl hinnehmen. Bluetooth 4.0, OK, Airport-N, OK, kein Ethernet… Moment, wie war das? KEIN ETHERNET! Joh Freunde, man kann es zwar nicht fassen, aber Sie haben ihrem Pro-Laptop wirklich diese Netzwerkschnittstelle geklaut. Ich will jetzt nicht dramatisieren: Der Adapter Thunderbolt-Ethernet kostet nur 29€, aber warum macht man das? Die Auswahl an TB-Peripherie ist, um es mal vorsichtig zu formulieren, sehr sehr überschaubar. Warum baut man dann zwei TB-Buchsen in das Gerät ein, aber kein Ethernet? Nee, nee, nee.

OK, wir wenden uns dem Desktop-Bereich zu. iMac und Mac mini wurden ja erst vor kurzem aktualisiert und bleiben unverändert im Programm. So weit, so gut. Da ist dann noch der MacPro, die ultimative Macintosh-Workstation. Er wurde tatsächlich -hm- aktualisiert (und jetzt muss ich wirklich aufpassen, nicht unflätig zu werden). Diese so genannte Aktualisierung ist EINE BODENLOSE UNVERSCHÄMTHEIT! Die Prozessoren? WEITERHIN STINKNORMALE XEONS. Dabei ist die Gainesville-Generation, die auf dem Nehalem-i7 basiert, seit Monaten in ausreichenden Stückzahlen verfügbar. Die Grafikkarte ist eine RADEON 5770, das ist einfach unfassbar. Diese Karte ist bereits seit Jahren komplett veraltet. USB3? FEHLANZEIGE! Thunderbolt? FEHLANZEIGE! SSD? FEHLANZEIGE (Auch kein Wunder, die Rechner haben ja nicht mal einen SATA-3 Anschluss)! Das kleinste Modell kommt mit einer 1TB-Platte und lächerlichen 6GB RAM. Hallo? Es ist 2012! Die Hardware ist aber auf dem Stand von 2009. Und der Preis? DIESER RECHNER KOSTET 2499 US-DOLLAR (Euro-Preise sind gegenwärtig noch nicht bekannt). Um es ganz deutlich zu sagen: DIESE AKTUALISIERUNG IST EINE BLAMAGE, ES IST DIE GRÖSSTE BLAMAGE, DIE APPLE SICH JE GELEISTET HAT. Wenn man keine Rechner für Profis mehr anbieten möchte, dann soll man es lassen. Aber diesen veralteten Schrott zu derart unverschämten Preisen anzubieten, das ist BULLSHIT!

Man kann professionellen Anwendern derzeit nur raten, sich einen Hackintosh zu bauen, oder bauen zu lassen, wenn man wirklich Leistung braucht. Die meisten rechnen eh schon unter Windows 7. Erst hat Apple die Server-Schiene abgewickelt, jetzt sind die Video-, Audio- und Grafikprofis dran. Das ist genau die Klientel, die Apple in den Zeiten, als es ganz ganz finster war, gerettet hat. Denen tritt man jetzt so RICHTIG IN DEN ARSCH (sorry, aber es kotzt mich einfach an).
Und spätestens, wenn Google mit Android und Samsung Apple im Bereich Mobilfunkerei und Tablets den Rang abgelaufen hat (Die Anfänge sind jetzt schon sichtbar), dann wird man den Treusten der Treuen nachheulen, aber die sind dann weg, die hat man dann EINMAL ZU OFT VERARSCHT. Ende der Durchsage.

Note to self: Pressen, pressen, pressen! Musik: Elbow, The Afghan Whigs, The National, Candid, Lifehouse.

Kick Off

OK, ich bin so weit. Auch wenn ich die Übertragungen von Pressekonferenzen aus dem deutschen EM-Hauptquartier, Berichte über Boatengs nächtliche Ausflüge an die Hotelbar, Bulletins über den Zustand von Schweinsteigers Wade und die Bilder vom öffentlichen Training in Danzig nur mit mäßigem Interesse verfolgt habe: Von mir aus kann die Euro 2012 jetzt endlich anfangen.

Was ich mir von dem Turnier erhoffe? Nun zunächst mal, dass es unter den Anhängern keine Prügeleien und Gewaltexzesse geben wird. Dass der Schwachmat im Baudezernat der Stadt Warschau, der vor drei Wochen beschlossen hat, es sei jetzt genau der richtige Zeitpunkt, die wichtigsten Hauptverkehrsstraßen der polnischen Metropole wegen einer U-Bahn-Baustelle bis auf weiteres zu sperren, wenigstens versetzt und degradiert wird. Dass die letzten 100Km der A2 von Berlin nach Warschau, die in den letzten Tagen nur provisorisch fertiggestellt wurden, wenigstens die paar Tage bis zum Finale durchhalten werden.

Zum Sportlichen: Werden wir wieder so viele krasse Fehlentscheidungen der Schiris sehen, wie bei der letzten WM? Wird es eine einigermaßen gleich faire Auslegung der unsäglichen Regel zum „passiven Abseits“ geben? Wird die deutsche Mannschaft die Vorrunde in der „Todesgruppe“ überstehen, oder von Portugiesen und Niederländern verprügelt werden? Ein frühes Ausscheiden ist diesmal sehr wahrscheinlich, denn wir haben erhebliche Probleme in der Defensive, da braucht man gar nicht die beiden schwachen Testspiele im Vorfeld zu bemühen. Auch in den Partien zuvor gab es so manchen Aussetzer und Lahm kann ja nicht überall sein.

Ja und abschließend mein Tip: Wer wird Europameister? Die Polen! Welchen Teams würde ich den Titel außerdem noch gönnen? England, Irland und (Trommelwirbel) den Niederlanden (Ja tatsächlich). Und wer darf auf keinen Fall das Turnier gewinnen? Auch das ist für mich sonnenklar: Spanien (weil ich dieses perfekte aber langweilige Ticki-Tacka nicht mehr sehen kann), Frankreich (weil sie immer noch für Henrys fürchterliches Handspiel in der WM-Quali gegen die Iren büßen müssen) und natürlich Italien (weil ich die pomadigen Schönlinge einfach nicht leiden kann). So, Anpfiff, lasst rollen…

Note to self: Ein bisschen mehr Balkonien. Musik: ANNA1, Bad Religion, Anthrax, Babes In Toyland.

Danke Gernot

Ich liebe Gernot Hassknecht! Genau, das ist der Typ, der bei der „heute Show“ fürs Grobe und besonders Laute zuständig ist. Mal abgesehen davon, ob man einen eher unscheinbaren, nicht besonders großen, bebrillten, zuweilen übercholerischen und stets übelgelauten Mann mit Halbglatze wirklich lieben kann (öhm), wenn Gernot Klartext redet, dann ist das für mich der beste Einstieg ins Wochenende, den ich mir vorstellen kann.

Gestern löste Gernot für uns die aktuellen Probleme der Berliner Koalition, hemdsärmelig und drastisch, ohne Gefangene zu machen:

Bravo und Danke. Vielleicht sollte Kanzlerin den Hassknecht zur nächsten Kabinetts-Klausur einladen, damit er seine Lösungen dort im kleinen Kreise vortragen kann. Da hätten wir dann alle was davon.

Note to self: 4 kommen weg: Verschenken oder ausschlachten und verschrotten. Musik: Machine Head, Adele, Erdmöbel, Marduk.