Wer den Schaden hat…

…der spottet jeder Beschreibung, oder so. Wer an dieser Stelle eine Stellungnahme zu der politischen Null erwartet, die sich zurzeit Bundespräsident nennt, der liegt völlig daneben. Es folgt vielmehr ein Rant zum Thema „Die Schattenseiten der Tätigkeit von Logistikunternehmen“. Tja.

Produktauswahl, Preisvergleich, Bestellung und Bezahlung, all dies findet ja heutzutage vor dem Bildschirm statt, während man bequem auf dem Hintern sitzt. Perfekt wäre es, wenn die Ware auch noch heruntergeladen werden könnte, oder sich auf wunderbare Weise im eigenen Wohnzimmer materialisieren würde. Man stelle sich das vor: Ein Knistern, ein Knacken, etwas rosa Rauch und schon steht der neue Flachbildschirm anschlussfertig da. Ein Traum und leider noch Zukunftsmusik, denn nach Abschluss der Bestellung treten die modernen Geißeln der Wohlstandsgesellschaft auf den Plan: DHL, DPD, GLS, Hermes, UPS und wie sie alle heißen.

Bekannt ist, dass die Lohnsklaven, die für diese Unternehmen tätig sein müssen, mit unverschämt niedrigen Pauschalentgelten abgespeist werden. Kein Wunder, dass die Paketboten im Durchschnitt eher übelgelaunt und übermüdet rüberkommen. Auch kein Wunder, dass der Bote mit der Sendung im Parterre hinter der Eingangstür wartet und das Paket eben nicht die Treppe heraufbringt. Daran hat man sich schon gewöhnt. Der Moment der Überraschung kommt dann, wenn man die Verpackung öffnet und die Ware in Augenschein nimmt:

G5

Hübsch, gell? Natürlich will mein Kunde diesen verbeulten Rechner nicht. Die Transportverpackung der Sendung war übrigens vorbildlich: Jede Menge Pappe, Polster, ein stabiler Karton und einige „Vorsicht zerbrechlich“ Aufkleber. Da fragt man sich: Was hat der Carrier mit diesem Paket angestellt? Sind die Jungs in der Mittagspause mal ein bisschen mit dem Stapler drübergefahren? Ist der G5 spontan auf der Autobahn vom Laster gehüpft? Ist die Sendung von Thors Hammer getroffen worden?

Den Ärger habe ich jetzt: Erst habe ich mir ein Auto organisiert, um den Rechner im Paketshop abholen zu können, denn natürlich war ich zum Zeitpunkt des Zustellversuchs auf Arbeit. Dann habe ich die 22,4kg schwere Workstation durch eine Fußgängerzone gebuckelt, wo sich der Paketshop sinnigerweise befindet. Das gleiche darf ich jetzt wohl noch mal durchführen, die Austauschware ist bereits unterwegs. Naja und den defekten Rechner darf ich dann auch noch zum Shop transportieren. Neben dem dicken Hals werde ich also auch noch etwas für den Umfang meiner Oberarmmuskulatur tun.

Ich hätte keine Scheu den beauftragten Paketdienst zu nennen, aber da derartige Unverschämtheiten bei allen Unternehmen auftreten, bringt das nix. Jedenfalls ist es eine bodenlose Sauerei, wie heutzutage mit Paketen umgegangen wird. Da wünscht man sich die Zeiten der Bundespost zurück. Den Verursachern dieses Transportschadens würde ich den ramponierten Boliden gerne mit Schwung vor den Schädel knallen. Am besten gleich zwei- dreimal hintereinander.

Note to self: iBook fast im Schlaf. Von mir aus gerne wieder. Musik: Edvard Grieg, Fernando Sor, Federico Moreno Torroba.

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