Mobilos

Jahrelang hatte ich mich gesperrt. Ich wollte kein Mobiltelefon, brauchte keins, machte mich lustig über Mitmenschen, die Sätze wie “ Du Schatzi, ich sitz jetzt im Bus“ von sich gaben. Vor fünf Jahren gab ich den Widerstand auf, mein erstes „Handy“ (nach wie vor ein bohnenstrohdummes Wort) war ein K600i. Obwohl ich mich für einen technikaffinen Menschen halte, brauchte ich ein paar Monate, bis ich wirklich alle Funktionen, die ich benötige, im Schlaf beherrschte.

Jenes mittlerweile arg ramponierte Gerät hat mich nun vor zwei Tagen verlassen: Tastatur defekt. Und obwohl ein sehr netter Mensch mit geschickten Fingern sich des Oldies erbarmte, ihn völlig zerlegte, säuberte und ihm gut zusprach, ließ er sich nicht mehr reanimieren. Also brauchte ich was neues.

Gibt es noch Mobiltelefone? Also Geräte mit denen man telefonieren und Textnachrichten verschicken kann, ohne GPS, Facebook, Apps, Navi, 10 M-Pixel-Kamera. Geräte mit richtigen Tasten, nicht mit Touchscreen? Ja, ein paar gibt es noch. Liegt es daran, dass ich meinem tiefsten Inneren immer noch Abscheu empfinde, wenn ich beim Durchstöbern des Internets auf der Suche nach einem geeigneten Modell bereits nach kurzer Zeit die Nerven verliere? Klar, der Handy-Markt ist ein schneller Markt. Wahrscheinlich bin ich inzwischen einfach ein alter Mann, jedenfalls gemessen an der Generation Smart-Phone. Schließlich fand ich ein Gerät, wieder von Sony Ericsson, damit ich nicht alles neu lernen muss.

Inzwischen ist man ja sozusagen außerhalb der Welt, wenn man mal ein paar Tage nicht mobil erreichbar ist, jedenfalls kommt mir das so vor. Deshalb wollte ich das neue Mobifon nicht im Internet bestellen, sondern beim lokalen Einzelhandel erwerben. Ein schwerer Fehler, wie sich herausstellte: Bei schönstem Wetter und mit entsprechend guter Laune suchte ich einen (geil!) von zwei Elektronik-Großmärkten in der schönen Kaiserstadt auf und tatsächlich hatte der das gesuchte Modell vor Ort. Ich nahm das Ausstellungsstück kurz in Augenschein, befand es für geeignet, allerdings waren seine originalverpackten Brüder in einem verglasten Schrank eingesperrt. Mithin konnte ich meinen Plan: „Schnell rein, schnell raus“ ad acta legen. Die beiden Fachverkäuferinnen, gewandet in die firmenblauen Hemdblusen, waren nämlich damit beschäftigt, einer ganzen Schar von Kunden Handies mit Verträgen zu verkaufen und das System für den Online-Abgleich von Perso-Nummer, Geräte-Seriennummer usw. lief wohl nicht sauber, genau so wenig wie die Drucker. Außerdem brauchte man für den Job wohl einen ganz bestimmten Schlüssel (keine Ahnung, was damit aufgeschlossen werden sollte) und diesen gab es nur einmal in der Abteilung („Jessikaaaa! Ich brauch noch mal den Schlüssel!“, „Ayseee! Hast Du den Schlüssel?“). Das dynamische Duo wurde flankiert von einer Beraterin in Zivil, die hin und wieder einen der genervt Wartenden ansprach, dann ein bisschen auf Ihrem eigenen Handy herumtippte und ansonsten den anderen beiden im Weg stand. Irgendwann war ich an der Reihe, beraten zu werden: Sie (fröhlich, unverbindlich): „Kann ich Ihnen helfen?“ Ich (drohend, kurz angebunden): „Können Sie mir ein Handy verkaufen?“ Sie: (noch viel fröhlicher) „Nein!“ Ich (resignierend abschenkend): „Das hab ich mir schon gedacht.“

Es zog sich: Jessika war inzwischen dazu übergegangen die fehlenden Angaben (vielstellige Nummern), die das System zwar anzeigen, aber nicht aufs Formular drucken wollte, per Hand einzutragen, das Formular einzuscannen, auszudrucken und die wesentlichen Inhalte des Schriebs per Telefon zu übermitteln. Derweil versuchte Ayse einem Menschen mit nigerianischer Abstammung und ganz bescheidenen Deutsch-Kenntnissen klar zu machen, dass sein Surf-Stick nicht läuft, weil ein Schufa-Eintrag die Freischaltung des Prepaid-Kontos verhinderte. Ayse (bohrend, aber freundlich): „Do You have a Schufa?“ Nigerianer (freudestrahlend) „Yes I have a Schufa!“ Ayse: „You can“t use the USB-stick with a Schufa!“ Nigerianer: (entgeistert): „???“ An dieser Stelle schaltete sich ein befreundeter Landsmann ein und warf dem Schufaner einen ganzen Wortschwall an den Kopf. Ayse wandte sich mir zu, ich war dran. „Ich hätte gern ein Sony Ericsson Cedar ohne Vertrag“ Ayse rief: „Jessikaaa, hast Du den Schlüssel?“ (klar!), bekam ihn, öffnete den Glasschrank, und fragte mich: „Silber, oder rot?“ Ich meine, jetzt mal ernsthaft: Wer will schon ein rotes Handy? „Silber bitte!“ Herumgekrame, noch mehr Herumgekrame. „Tut mir leid, ich habe es nur noch in rot“ An dieser Stelle entfuhr mir ein nicht zitierbarer Kraftausdruck, ich machte auf dem Absatz kehrt.

Mit wilder Entschlossenheit betrat ich wenig später den anderen (blöd!) Elektronikmarkt. Oberste Maxime: Du bist in drei Minuten wieder draußen und du gehst nicht ohne Handy. In der Mobilfonabteilung herrschte gähnende Leere. Ein gelangweilter Mensch, diesmal in rotem Hemd, trat auf mich zu und fragte, was mein Begehr sei. „SE Cedar“ knurrte ich ihm entgegen. „Haben wir da“ meinte er ganz entspannt, „da drüben, aber nur…“. „Ich weiß, nur in rot“ fiel ich ihm ins Wort, „nehme ich“.

Inzwischen warte ich darauf, dass der Akku geladen ist, dann noch den Adressbestand übernehmen und dann will ich für die kommenden fünf Jahre mit meinem Handy nur noch dann zu tun haben, wenn ich jemandem ein „Du Schatzi, ich sitz jetzt im Bus“ herüberflöten will. Herrschaftszeiten!

Note to self: Zu müde zum Bohren. Musik: Obscura, Protest The Hero, Cowboy Junkies, ANNA1.

Lint filtered

Meine Waschmaschine, ein Qualitätsprodukt aus deutscher Fertigung, begleitet mich nun schon ein paar Jährchen, obwohl ich gegen so ziemlich jede Vorschrift des Herstellers zu Aufstellung und Bedienung verstoßen habe. Als ich noch in Vaals wohnte, musste der Toploader stets in die Mitte meines winzigen Badezimmers verschoben werden und stand dann auf einem wenig fachmännisch verlegten Dielenboden. Beim Spülen und Schleudern geriet das Maschinchen regelmäßig in Wallung und veranstaltete so eine Art Break-Dance, was vor allem meinen Untermieter (also den unter mir wohnenden Mieter), einen immer sauertöpfisch dreinblickenden ältlichen Studenten der Sozialwissenschaften, der an Colitis ulcerosa und seiner inkontinenten Katze litt, zur Verzweiflung trieb. Angesichts der mechanischen Belastung für die Maschine, vor allem der Lager, nahm ich an, dass ich nur kurze Zeit Freude an ihr haben würde. Natürlich habe ich auch nie eine Tranportsicherung eingebaut, wenn die weiße Ware beim Umzug, oder bei Renovierungen herumgewuchtet werden musste.

So gesehen kann ich mich über die Überdauerungsfähigkeiten meines Lavamaten nicht beschweren. Ende letzter Woche begab es sich nun, dass bei der Reinigung einer allerdings sehr gut gefüllten Trommel während der diversen Abpumpphasen merkwürdig glucksende und schabende Geräusche vernehmbar waren. Ich dachte noch [Herbert Knebel Modus] „Ou, ou, ou, jetzt sitzt ihr ein Socken quer“ [/Herbert Knebel Modus] und glaubte an eine Unachtsamkeit bei der Befüllung, aber das war es nicht. Der Schleudergang wurde von der Programmsteuerung abgebrochen und die einzige LED flackerte hektisch. Dunkle Vorahnungen trieben mich um, als ich die tropfnasse Wäsche auf dem Balkon aufhängte, das wird es jetzt wohl gewesen sein mit meinem treuen Ökolavamat. Dann aber fiel es mir wie Schuppen aus den (in Wahrheit ja gar nicht mehr vorhandenen Haaren): Wann, mein Lieber, hast Du eigentlich zuletzt das Flusensieb gereinigt?

Eine Auseinandersetzung mit eben jenem Sieb erfordert, davon bin ich fest überzeugt, eine gründliche autosuggestive Vorbereitung („Gutes Sieb, schönes Sieb, problemloses Sieb“ usw.). Außerdem sollte man sich vorher genau überlegen, was und wie viel man vor der Prozedur essen sollte. Heute vormittag war ich so weit und nahm mich der Sache an. Zunächst ist die Umgebung der Entnahmeöffnung großflächig mit Handtüchern, Putzlumpen etc. abzudecken, denn man weiss nie, wie viel Wasser einem aus dem finsteren Siebloch entgegen schwappen wird. Sodann dreht man vorsichtig den Schraubdeckel: Aha, ein dünnes Rinnsal entweicht. Noch eine weitere Umdrehung und das Rinnsal wird zu einem munteren Bächlein. Aufdrehen, zudrehen, auswringen, ausbreiten, aufdrehen, zudrehen… . Irgendwann ist dann das Restwasser weg und es kommt der große Moment der Siebentnahme. Der weiße Kunststoffeinsatz ist nur mit Mühe zu erkennen, er ist von einer schleimig haarigen fusseligen Gallerte überzogen, die ich mir lieber nicht so genau angucke. Das Ding gibt einen Geruch ab, den man auch in einer städtischen Kanalisation antreffen könnte. Mit spitzen Fingern lasse ich das Fusselkonglomerat in einen Eimer mit warmem Wasser fallen, auf dass sich die hartnäckigen Seifenreste auflösen mögen. Mit einer Taschenlampe leuchte ich in den Bauch (oder sollte ich Mastdarm schreiben) der Maschine. Aha: Da befinden sich noch diverse Brocken und Bröckchen, mehr oder weniger vernetzt und verklebt, die es nun mit einem eigens zurechtgebogenen Draht zu entfernen gilt. Auf dem Bauch auf den durchfeuchteten Handtüchern liegend stochere ich also in den Innereien herum und fördere Unappetitlichkeit um Unappetitlichkeit zutage.

Nach einer halben Stunde ist das Gröbste mit Hilfe von Wurzelbürste und Putzlappen beseitigt. Nachgerade hochglänzend schimmert der Siebeinsatz und wird wieder eingesetzt. Die Trommel wird beschickt und ich starte mein Lieblingsprogramm „Buntwäsche/Pflegeleicht mit Taste“. Ahja, alles dicht, kein Glucksen mehr, kein Schaben. Der Schleudergang schleudert ganz vortrefflich. Meine tolle Waschmaschine! Und mit der Erleichterung schleicht sich auch der Triumph in mein Herz, noch einmal davongekommen zu sein.

Note to self: Tap-Clicking please. Musik: Between the Buried and Me, Lamb of God.

Schwermetall im ersten Halbjahr

In meiner letzten Vorstellung hörenswerter Alben des Frühjahrs hatte ich mich bitterlich über die Qualität der Veröffentlichungen im Bereich Heavy Metal beschwert. Nun, inzwischen sind einige Platten rausgekommen, die durchaus erwähnenswert sind. Hören wir mal rein:

OO

Den Anfang macht diesmal eine Band aus Deutschland, die technischen Death-Metal spielt. Schon die letzte Platte von Obscura „Cosmogenesis“ schaffte es in meine Top10 des Jahres, jetzt liegt der Nachfolger „Omnivium“ vor. 5 Monate hat die Band an diesem Album herumgetüftelt, herausgekommen ist ein beachtliches Werk, das mit gekonnten, teils frechen Breaks, schönen akustischen Passagen und erstaunlichen Melodien aufwartet. Zwar wird bei Obscura immer noch kräftig geknüppelt, aber die Heftigkeit und bedingungslose Härte der Hochgeschwindigkeitspassagen auf dem Vorgängeralbum findet sich auf Omnivium nicht ganz wieder. Und gerade bei diesen Parts tritt eine Merkwürdigkeit der Scheibe zutage: Die Platte ist extrem transparent produziert und kommt quasi mit schwebendem Sound daher, das gilt besonders für das Schlagzeug und die akustischen Gitarren. Aber genau deshalb fehlt es mitunter ein wenig an Druck und es stellt sich ein zerfaserter, unrunder Höreindruck ein. Die Höhen und Bässe sind da, aber in der Mitte fehlt etwas. Für die Abteilung „Songwriting“ gibt es aber die Höchstnote, hinsichtlich Komplexität und Progressivität haben die Herren nochmals deutlich zugelegt. Ansonsten bieten Obscura atemberaubende Virtuosität, Variabilität und musikalische Raffinesse auf absolutem Champions-League Niveau. Diese Band muss sich hinter keiner TDM-Combo auf dem Planeten verstecken. Hut ab!

BF

Wechseln wir das Genre und wenden wir uns den ganz schweren und langsamen Sphärenklängen zu. Batillus aus New York sind eigentlich kein Geheimtipp mehr. Bislang gab es aber nur EPs und Sonderveröffentlichungen, sowie einen Split mit Hallowed Butchery, somit ist „Furnace“ das erste richtige Studioalbum der Doom-Metaller. Erste Überraschung: Es gibt jetzt einen Sänger, zweite Überraschung: Nur eins der Stücke auf der Platte ist über 10 Minuten lang, dritte Überraschung: Das mittlere Tempo ist erstaunlich hoch, selbst in sehr langsamen Stücken gibt es durchaus flotte, schwungvolle Passagen. Hatten die bisherigen Veröffentlichungen der Band immer einen deutlichen Session-Charakter, so hat man diesmal Wert darauf gelegt, etwas strukturierter zu Werke zu gehen. Damit hat man aber den eigenen Markenkern ein wenig verraten. Mein Lieblingsstück von Batillus ist „Tunguska“ aus dem Jahr 2008: 16 Minuten, in denen dem Hörer ein minimalistisches Riff ins Hirn geätzt wird: Monolithisch, wuchtig, die finale Dröhnung. Von diesem Spirit ist auf „Furnace“ nichts übrig geblieben. Der Sound ist seltsam flach und höhenlastig, die Arrangements sind ein wenig lieblos und auf den Sänger könnte ich gut verzichten. Ich hoffe mal, dass das nächste Album wieder mehr an alte Stärken anknüpfen kann.

HD

Kapellen, die progressiven Metal spielen, haben grundsätzlich eine musikalische Gratwanderung zu bewältigen: Wenn man nicht scharf aufpasst, dann wird es düdelig, bemüht und arg kopfig. Ein gutes Beispiel war die letzte Platte von „The Human Abstract“ namens „Midheaven“. An diesem Werk gab es hinsichtlich Spielfreude und kompositorischem Können eigentlich nichts auszusetzen, doch blieb bei mir immer ein seltsam klebrig-trockener, gekünstelter Eindruck zurück. Mit dem jetzt vorliegenden Album „Digital Veil“ macht es das kalifornische Sextett sehr viel besser. Das Langeisen kommt durchweg wuchtiger daher ohne schwülstig oder überladen zu wirken. Natürlich gibt es wie immer bei „The Human Abstrakt“ die neoklassischen Parts mit barocker Üppigkeit, doch wirken diese stimmiger und fügen sich besser in den musikalischen Zusammenhang ein, als dies beim Vorgänger der Fall war. Travis Richter, der neue Mann am Mikrofon, weiß durchaus zu überzeugen, auch wenn die klaren Gesangspassagen beim ersten Hören fast ein bisschen poppig und operettenhaft wirken. Im Grunde passt dieser Stil bestens zu der Musik von THA. In so mancher Rezension wird die kurze Spielzeit des Albums kritisiert, das sehe ich allerdings anders: Lieber kürzer und dafür ohne Lückenfüller.

SG

Da zurzeit aus Griechenland nur katastrophale Nachrichten kommen, darf man sich über das neue Album von „Septicflesh“ besonders freuen. „The Great Mass“ ist ein hellenischer Monumentalschinken, aufgenommen mit Chor und Orchester und entsprechend bombastisch. Normalerweise stehe ich solchen symphonischen Machwerken sehr kritisch gegenüber, aber in diesem Fall passen die opulenten Arrangements perfekt zur düsteren Atmosphäre und zum Konzept des Albums. Die Messe, die dem geneigten Hörer hier gelesen wird, strotzt vor überschweren Gothic-Riffs und ist dabei doch ganz durchgängig und leicht verkonsumierbar. Unfreiwillig komisch wirkt allenfalls der Klargesang, der irgendwie nicht zum Rest passen will und mit einem kräftigen griechischen Akzent vorgetragen wird. Dies wird aber durch operndivenhafte Sopraneinlagen mehr als wettgemacht. Wer also in den kommenden lauen Sommernächten irgendwelche okkulten Aktivitäten plant und noch die passende Musik dazu sucht, der kann hier ohne Bedenken zugreifen.

PS

Manche sagen ja, dass „Protest The Hero“ kopfigen Frickel-Core machen, das sehe ich anders. Natürlich, die Musik des kanadischen Quintetts quillt über vor rhythmischen Finessen, gebrochenen Taktschemata und Pausen an Stellen, wo man sie nicht vermutet. Aber trotzdem kann man jederzeit richtig gut mitwippen und die gewohnt hymischen Melodiekaskaden auf „Scurrilous“ genießen. Rody Walkers Gesang tut ein Übriges, wenn es gilt die Einordnung der Band in musikalische Schubladen zu erschweren, denn abgesehen von kräftigen Growls bringt er es fertig, so zu klingen, wie man es von einer Progressive-Rock-Stimme aus den 70ern erwarten würde. Drei Jahre habe ich darauf gewartet, dass das 2008er Album „Fortress“ einen würdigen Nachfolger erhält und ich bin nicht enttäuscht worden, im Gegenteil. Wieder fragt man sich, was man essen und trinken muss, um solch extrem schrägen Schluckaufriffs ausbrüten zu können. Und außerdem fragt man sich, wie man darauf kommt, diese Riffs so unverfroren mit Popkadenzen zu mischen, damit der absolut einzigartige Sound von PTH dabei herauskommen kann.

Eigentlich müsste ich jetzt noch was über die Neue von „Between The Buried And Me“ schreiben, die mich mal wieder schlichtweg umgehauen hat, doch bei „The Parallax: Hypersleep Dialogues“ handelt es sich um eine EP mit lediglich 3 Stücken, nicht um ein vollwertiges Album, also verkneife ich mir die eigentlich angebrachten Lobhudeleien. Ebenfalls verkneifen werde ich mir eine kritische Würdigung des neuen Opus von „Arch Enemy“ mit dem Titel „Khaos Legions“. Vielleicht nur so viel: Die ganze Kiste scheint mir inzwischen ein bisschen ausgelatscht zu sein. Und zum Schluss verzichte ich auch noch auf eine Besprechung des Doppelalbums „Eternal Youth“ von „Rolo Tomassi“ aus Sheffield, da es sich dabei ganz eindeutig um eine Mathcore-Platte handelt: Zwar geht es heftigst zur Sache, aber von Leder, Schweiß, Nieten und Bier sind die Jungspunde aus South Yorkshire ungefähr so weit entfernt, wie der Verfasser dieses Beitrags von einer zünftigen Metal-Matte.

Note to self: Test-Basteln für Flocken. Musik: All of the above.