If it ain`t broken…

…don`t fix it. Das ist eine der goldenen Regeln, die man im Alltag und besonders beim Umgang mit komplexer Technik stets beherzigen sollte. Im Bereich der Computertechnik formuliert man ähnlich, nämlich: Never change a running system! Ja schön, andererseits heißt es aber doch: Wo kämen wir denn hin, wenn keiner ginge, um zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge? Ach ja:

Um zu sehen, wohin man käme verfiel ich gestern Abend auf die lustige Idee auf meinem ollen Aldi-PC „Tantalus“ neben Windows XP und Fedora Linux auch Windows 7 zu installieren. Microsoft hat dazu ein nettes Dienstprogramm im Angebot, dass die Hardware auf Kompatibilität prüft. OK, ein paar Warnschilder, aber sah ganz gut aus, also los…

Installations-DVD rein, und ab dafür. Aha, soso: Treiber für das DVD-Laufwerk nicht vorhanden. Schätzchen, Du bist gerade von dem Laufwerk gebootet worden, war Dir das nicht klar.? Najut, das Laufwerk ist schon ziemlich angestaubt, also bauen wir mal ein neues ein. Siehste, läuft doch und auch Windows7 läuft ganz gut auf der Discounter-Möhre. Aber TrippleBoot ist nicht. An mein Linux komme ich nicht mehr ran. Das geht natürlich nicht. Aha, da gibt es eine Software für die Einstellungen des Bootloaders. Schaun wir mal, dann sehen wir schon. Schnell noch mal XP booten, ein paar Daten wegbrennen. Wie, geht nicht? Wie „GRUB RESCUE>“?

Das war vor 24 Stunden. Inzwischen kann ich keines der auf dem Rechner befindlichen Betriebsysteme mehr booten. Und das trotz FIXMBR und FIXBOOT und BOOTCFG C:. Der Inhalt meines Master Boot Records kommt mir extrem spanisch vor. Die Reparaturkonsole von XP ist mir schon ziemlich vertraut, aber dieses Mal funktioniert einfach gar nix. Außerdem möchte ich mal feststellen, dass das Phoenix-BIOS auf der Kiste so ziemlich das bescheidenste ist, das ich kenne. Natürlich habe ich ein wunderbares inkrementelles Backup. Nur dass die Software immer die letzten MBR-Einstellungen zurückkopiert und deshalb in diesem Falle unbrauchbar ist, das habe ich erst lernen müssen. Ich schmolle. Und jetzt? Jetzt wird die Kiste plattgemacht. Draußen riechts verbrannt, passt ganz gut…

Note to self: Schläge in die Magengrube. So gesehen habe ich keine Probleme. Musik: Tvangeste, Type O Negative, U2.

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