Bitte nicht stören…

Ganze drei Stunden hielt sich diese Meldung an der Top-Position auf SPON, da kann man sich nur am Kopf kratzen. Der kolportierte Inhalt ist ein Skandal, der allerdings im Hintergrundrauschen (Von der Leyen nie mit Dienstwagen im Urlaub, Schumacher fährt wieder, Pauli-Partei ohne Zulassung für Wahlen) unterzugehen droht. Deshalb noch einmal kurz zusammengefasst: Die bodenhaftungslose Kaste der Investmentbanker-Selbstbediener sieht es gar nicht ein, den Gürtel ein wenig enger zu schnallen. Die Bonus-Zahlungen kommen nun direkt von den Steuerzahlern und die Politik sieht sich nicht in der Lage, den Verbrechern mit Schlips das Handwerk zu legen.

Ich mache mal einen Vorschlag zur Güte (!): Allen Werftarbeitern in Wismar und allen gekündigten Zeitarbeitssklaven werden die verfügbaren Bonibankster ab einer Zusatzvergütung von, sagen wir, 300k Euro zugeteilt. Diesen Gruppen wird jeweils ein geräumiges Doppelzimmer im leerstehenden Luxushotel in Heiligendamm zugewiesen, wir hängen das „Bitte nicht stören“-Schild an die Tür und malen uns während der Wartezeit aus, was die Armmuskulatur eines berufserfahrenen Schweißers oder Fließbandschufters mit den Schädelknochen und dem gepflegten Gebiss eines Schreibtischtäters anfangen können. Ich würde mich freiwillig fürs Aufwischen nachher melden. Nein, keine Ironie, es ist mir bitter ernst. Es ist jetzt Zeit, dass wir uns wehren.

Note to self: Nicht für voll genommen. Passt doch. Musik: Baskery, The Rolling Stones.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.