Die Auhurianer

Und es begab sich in einem nicht zu warmen Sommer in der alten Kaiserstadt, dass sich einige ehrbare Kaufleute in der Welt „Beta“ zusammenschlossen, auf dass sie der Bedrohung durch Raider und Farmer trotzen und den eigenen Reichtum mehren könnten. Sie standen sich gegenseitig bei in Zeiten der Plünderung und des Rohstoffmangels, sie tauschten Erfahrungen und Kulturgüter aus und blockierten die Häfen ihrer Feinde. Ihre Hauptstädte und Kolonien erblühten und warfen enormen Profit ab. Allen Widersachern schworen sie erbarmungslose Vergeltung. Die Geschichten von der Tapferkeit und Schlagkraft ihrer Streitkräfte wurden in ganz Beta voller Ehrfurcht erzählt und verbreiteten sich von Nysutia bis nach Shasoos. Ihre Steinschleuderer waren flink und wendig und wichen selbst Dampfgiganten nicht aus. Die Hopliten ihrer Phalanxen ließen die Erde erzittern. Die Sporne ihrer Rammschiffe glänzten in der Sonne und die Speere ihrer Ballistae verdunkelten den Himmel.

Auhurianer

Note to self: Basler Securitas: Keine Zeit für Peanuts. Musik: Modest Mouse, The Hives, Metallica.

Cui bono?

Gestern flatterte mir eine Email ins Postfach, die auf diesen Artikel aus dem Online-Angebot der Welt hinwies. Die Nachricht stammte von einem Freund, den ich trotz oder gerade wegen seiner wertkonservativen Überzeugungen und seines ausgeprägten Interesses an den politischen Fragen unserer Zeit sehr schätze. Diskussionen mit ihm sind stets lebhaft, natürlich mitunter extrem kontrovers und geben mir daher die Gelegenheit zur Neu- oder Rejustage des eigenen Meinungskompass. Dabei schaffen wir es, immer sachlich und respektvoll miteinander umzugehen, so dass am Ende des Diskurses einem freundlichen gemeinsamen Heben der Gläser nichts im Wege steht.

Gleichwohl ging mir nach der Lektüre des oben verlinkten Artikels der Hut hoch. Ich überlegte noch kurz, während ich bereits meine Replik mit wütenden Anschlägen in die Tasten drosch, ob der Absender gezielt provoziert hatte und ich gerade dabei war „übers Stöckchen zu springen“, wie man das im Usenet-Jargon nennt. Egal, eine Reaktion durfte in diesem Fall nicht unterbleiben und sie las sich in etwa so:

Zwei Dinge sind mir im Geschichtsunterricht dankenswerterweise von einem knochentrockenen Pauker, der am Ende des zweiten Weltkriegs als Hitlerjunge zu den letzten Verteidigern von Kornelimünster gehörte, eingebläut worden: Erstens sollte man sich bei jedem vorliegenden Text genau anschauen, welchen Hintergrund der Verfasser hat. Zweitens ist vordringlich die Frage „Cui bono?“ (Wem nützt es?) zu beantworten, wobei die Antwort sich meistens zwischen den Zeilen befindet. Schauen wir uns also das Machwerk „Dulden wir die Islamisierung Europas?“ von Udo Ulfkotte unter Berücksichtigung dieser beiden Punkte genauer an:

Ulfkotte ist nun wahrlich kein unbeschriebenes Blatt. Im Grunde macht er da weiter, wo Hendryk M. Broder aus naheliegenden Gründen aufhört. Ulfkotte unterscheidet nicht zwischen Islamismus- und Islamkritik. Er beschwört Szenarien herauf, die dem Untergang des christlichen Abendlandes gleichkommen. Dabei setzt er auf fadenscheinige Argumente, deren Wahrheitsgehalt oftmals nicht überprüfbar ist, beispielsweise bezieht er sich auf Publikumsäußerungen, die ihm bei seiner Vortragstätigkeit zugetragen worden sein sollen. Wenn er vorgibt, mit harten Fakten zu arbeiten, dann entpuppen sich diese oft genug als Halbwahrheiten und dreiste Lügen (Das ist übrigens auch in dem verlinkten Artikel mehrfach der Fall.). Seine Sprache entspricht dem Jargon, der auf unsäglichen Webseiten wie dieser hier verwendet wird. Man sollte mit dem Begriff „Rechtspopulist“ vorsichtig umgehen, zur Charakterisierung von Ulfkottes Agitation bietet er sich aber geradezu an.

Viel interessanter ist aber die Frage, was Ulfkotte mit seinem Geschmiere beabsichtigt. Einerseits ist er bemüht eine Stimmung der Angst und des Misstrauens zu schaffen, eine Stimmung die jederzeit in Straßenkampf und Gewaltexzesse münden kann. Er bedient genau die Ressentiments, die in unserer Gesellschaft bereits unterschwellig vorhanden sind und anscheinend zur Ausstattung des „anständigen Deutschen“ gehören. Damit nimmt Ulfkotte billigend in Kauf, dass sich Forderungen Bahn brechen, die mit den im Grundgesetz verbrieften Bürgerrechten und unseren Vorstellungen vom demokratischen Rechtsstaat nichts mehr gemein haben. Aber er ist nicht nur ein Brandstifter, er spaltet die Gesellschaft, denn durch die von ihm betriebene Scharfmacherei erweckt er den Eindruck, es gebe nur schwarz und weiß und keinen Platz für die dazwischen liegenden Graustufen. Natürlich hütet er sich davor, konkrete Handlungsstrategien gegen die von ihm ausgemachten Missstände anzugeben. Würde er das tun, hätte er nämlich binnen kurzer Frist den Verfassungsschutz auf der Matte. Das wäre nur aus einem einzigen Grund zu bedauern: Die Beamten hätten tatsächlich weniger Zeit, sich um die wirklich gefährlichen Islamisten zu kümmern, deren bedrohliches Tun ich ganz bestimmt nicht kleinreden will.

Note to self: Ich will fließendes warmes Wasser! Jetzt! Musik: Wolfmother, Werle & Stankowski, Serj Tankian, Ron Carter, Puscifer

Die Grenzen der Schwärze

Dem Blogger ist norwegisch zumute. Liegt es am diffusen Regengrau des Himmels, an der jetzt spürbar abnehmenden Tageslänge, daran, dass mich ein böser Troll heute sehr früh morgens erst mit einem Kärcher weckte und dann mit lautem Vorschlaggehämmer aus dem Bett trieb, ich weiß es nicht. Jedenfalls scheint es der richtige Tag zu sein, um wieder einmal norwegische Musik der härteren Gangart aufzulegen. Wenn ich das tue, dann beschleicht mich mitunter ein ungutes, an Schuldbewusstsein grenzendes Gefühl, das einer umfassenden hermeneutischen Aufarbeitung bedarf, deren Essenz hiermit auszugsweise veröffentlicht wird.

Über meine Vorliebe für fast jede Art von Heavy Metal habe ich bereits in einem früheren Beitrag berichtet. Zwar bevorzuge ich progressiven, technisch anspruchsvollen Metal, wie er beispielsweise von Lamb of God, Meshuggah, Opeth oder Pantera gespielt wird, doch bin ich auch primitivem Geknüppel von Zeit zu Zeit keineswegs abgeneigt. Folglich kann ich mir an manchen Tagen (s. oben) gut die eine oder andere Black Metal-Scheibe geben und damit fangen dann meine Schwierigkeiten an.

Black Metal ist in jeder Hinsicht extreme Musik. Das ist völlig unproblematisch. Was gefällt, das gefällt. Jedoch ist es zweifellos so, dass Black Metal in viel stärkerem Maße als die anderen Schwermetalsubgenres nicht nur mit einer ganz eigenen Ästhetik, sondern auch mit zweifelhaften ideologischen Inhalten verbunden und das Sendungsbewusstsein der Musiker besonders heftig ausgeprägt ist und unbestreitbar oftmals religiöse Züge annimmt. Neben harmlosen (Immortal) und weniger harmlosen (Marduk) Satanisten, Christenhassern (Mayhem), Anhängern des Neuheidentums (Bathory), intellektuell bewanderten und trotzdem prügelnden Misanthropen (Gorgoroth) und Neogermanen (Menhir) gibt es durchaus auch Sozialdarwinisten, NS-Verherrlicher und ähnliche Schwachköpfe. Kleinster gemeinsamer Nenner der BM-Ideologie (wenn es so etwas denn gibt) ist die Betonung des Individuums, die Ablehnung von Schwäche, Nachsicht und Nächstenliebe, meist gepaart mit einer ausgeprägten Heimat- und Naturverbundenheit. Zweifellos ein Cocktail mit vielen unguten Bestandteilen. Natürlich versteht man meistens zum Glück nicht, was da ins Mikro gebrüllt wird, doch leider lassen es manche Vertreter mit dem Singen und der kalkulierten Provokation abstoßender Bühnenrituale nicht bewenden. Gegen einige Schwarzmetaller wurde wegen einer ganzen Reihe von Kapitalverbrechen ermittelt, manche wurden zu mehr oder weniger langen Haftstrafen verurteilt. Das Spektrum umfasst illegalen Waffenbesitz, Friedhofsschändungen und Kirchenbrandstiftungen bis hin zu schwerer Körperverletzung und gemeinschaftlich begangenem Mord. Mag das Schreien von hirnrissigen Parolen schon schlimm genug sein, bei solchen Delikten hört der Spaß endgültig auf.

Der Anhängerschaft wird häufig zugute gehalten, dass sie im wesentlichen unpolitisch und harmlos sei und die martialische Aufmachung mit Corpse Paint, Nieten, Stacheln und Kunstblut Ausdruck eines satanischen Karnevals ist. Nun gut, man kann den Fans nicht in die Köpfe schauen, das ist vielleicht auch besser so, jedenfalls ist es meiner Meinung nach mit einem „Ich mag halt die Musik“ an dieser Stelle nicht getan. Natürlich wissen wir auch nicht, was die Größen des Mainstreams in ihrem Innersten so umtreibt und ob nicht so mancher internationale Star in Wahrheit fiesen Weltanschauungen anhängt, trotzdem möchte ich mir nicht die Musik von Leuten anhören, bei denen man Menschenverachtung und faschistoiden Schwachsinn nicht nur zwischen den Zeilen sondern plakativ in jedem Interview nachlesen kann.

Also: Wo ist die Grenze? Bis zu welchem Punkt kann ich die Einstellung der Protagonisten noch mit einem Schulterzucken oder nachsichtigen Kopfschütteln hinnehmen? Das ist eben verdammt schwer festzulegen. Ich habe meine persönliche Trennlinie gezogen, sie mag für den einen oder anderen nicht nachvollziehbar sein. Bands wie Burzum, Mayhem, Graveland kommen mir nicht ins CD-Laufwerk, das gilt erst recht für die Vertreter des NSBM, deren Namen ich hier nicht nennen will.

Note to self: Morgen Stromlosigkeit, Rechnerpark runterfahren! Musik: Gorgoroth, Immortal, Dir En Grey, Isis.

Was man sich merken muss

Wolfgang Schäuble möchte in Bälde einen runden Tisch zum Thema Datenschutz abhalten. Hintergrund sind die Meldungen der letzten Tage, wonach die Adressen sämtlicher Deutscher bereits als Handelsware kursieren. Wenn ausgerechnet unser fleißigster Datensammler so eine Zusammenkunft organisiert, dann kann man schon davon sprechen, dass sich hier der Bock zum Gärtner machen will. In diesem Zusammenhang sei an die gegenwärtig laufende Diskussion zur lebenslangen Steuernummer erinnert, die jeden von uns sogar noch nach dem Ableben eindeutig kennzeichnen soll. Bezieht man in die Überlegungen ein, dass die derzeit laufenden Ermittlungen gegen deutsche Steuersünder nur deshalb möglich sind, weil in Liechtenstein tausende von Datensätzen entwendet und an die Strafverfolgungsbehörden verhökert wurden, dann fällt einem der Spruch vom Zweck und den Mitteln ein. So weit, so schlecht.

Nun wird der geneigte Leser mir vorhalten, dass jemand, der Persönliches in einem Blog und auf einer Webseite veröffentlicht, nicht derjenige sein kann, der solche Missbräuche kritisiert, gibt er doch freiwillig nicht nur seine Adresse (wegen der Impressumspflicht) sondern auch seine politische Meinung und weitere Details zu seiner Befindlichkeit preis. Darauf möchte ich mit einem Zitat des von mir heftig verehrten Konstantin Wecker antworten, das übrigens aus dem Jahr 1978 stammt. Seinen bemerkenswerten Text „Was man sich merken muss“ beschließt er mit dem Satz:

„Doch was man sich vor allem merken muß: Irgendwann hat es keinen Sinn mehr, sich zu verstecken! Dann: Kein Ticket nach Übersee – sondern: Hierbleiben! Brüllen! Widerstehen!“

Note to self: Von wegen Urlaub ab Samstag: Gemeiner Lügner! Musik: Biffy Clyro, Kaizers Orchestra, Alkaline Trio, Behemoth.

Sommerloch IV

Dramatik am Himmel und auch darunter. Eigentlich keine guten Sommerlochvoraussetzungen. Trotzdem hat der Blogger zur Zeit das Gefühl, nur mit Mühe über den Rand sehen zu können:

Wolk

Das recht turbulente Wochenende brauchte eine doch längere Sedimentationsphase. Jetzt ist eine weitgehende Klärung der Wassersäule erfolgt. Nein, das war nicht unser Samstag. Die Einzelheiten der Geburtstagsfeier im Geburtsort werde ich hier sicher nicht preisgeben, aber wenn man sich in dunkler und recht kühler Nacht gegen Mitternacht auf einem Fußmarsch zwischen Lintert und Hitfeld wiederfindet, dann stimmt irgendetwas überhaupt nicht. Vielleicht sind wir doch alle ein wenig zu knorrig, kauzig, uneinsichtig, mit einem Wort pommerisch geraten, das mag schon sein. Eins ist jedenfalls sicher: Wir vier halten zusammen, was da auch kommen mag.

Wenn in der Tagesschau russische Schützenpanzer georgische Polizeiautos durch die Gegend schieben, die Nato und die EU mahnend den Zeigefinger heben und Frau Rice ins gleiche Horn stößt, dann wird die ganze Ohnmacht offenbar. Als hätten die Russen nur auf ein Zucken gewartet, um wieder einmal so richtig die Muskeln spielen zu lassen. Das ist sicher günstig für die Sympathiewerte der Führungsspitze beim einfachen Volk und vielleicht war dies ja auch der wirkliche Grund für die Offensive. Gut und Böse gibt es wieder einmal nicht bei diesem Konflikt, zu widersprüchlich sind die gegenseitigen Vorwürfe und Bezichtigungen, zu manipuliert die gesamte Nachrichtenlage. Nun sollen also neutrale Beobachter der OSZE die Situation verbessern. Ich frage mich, ob deren Entsendung wirklich sinnvoll ist. Wenn großmannssüchtige Staatsmänner ihre Truppen in eigenen und fremden Ländereien herumschieben, als wären sie im Sandkasten zugange, dann tun sie das ohne jedes schlechte Gewissen und werden sich deshalb von ein paar Beobachtern bestimmt nicht abschrecken lassen. Was wäre denn auch zu beobachten? Dass ein Kriegszustand ein weitgehend rechtloser Zustand ist, wissen wir doch bereits. Dass die Zivilbevölkerung die Sache ausbadet, ist ebenfalls bekannt. Dass unser bisschen Grips nicht dazu ausreicht dauerhaft in Frieden miteinander auszukommen, ist abertausendfach in Stein gemeißelt. Der Rest ist Schweigen.

Note to self. Hoch lebe die Allianz „Oecher Jonge“! Musik: Nightmares On Wax, Porcupine Tree.

Die dritte Halbzeit

Wenn die Augustsonne den S-Block in goldenes Licht taucht und die Schattenkante der Sparkassentribüne mit den Spielminuten durch den Anstoßkreis wandert, dann ist Freitagsspiel auf dem Tivoli. Da die DFL die Anstoßzeiten geändert und den Spielbeginn auf 18 Uhr vorgezogen hat, kommen wir zwar in den Genuss der ungewohnten Lichtverhältnisse, sehen uns aber einem fast leeren Gästeblock gegenüber, denn man müsste spätestens gegen 14 Uhr in Wiesbaden losfahren, um pünktlich vor Ort zu sein. Anscheinend planen die Fußballmacher nur mehr für die Premiere-Abonnenten, die Interessen der echten Fans, die ins Stadion gehen, werden wieder einmal mit Füßen getreten. Fußball-Mafia DFB war gestern. Fußball-Mafia DFL ist heute.

Die Stimmung auf dem Würselener Wall ist trotzdem prächtig, alle sind froh, dass es wieder los geht. Seeberger lässt mit Auer und Szukula die wichtigsten Neuzugänge auflaufen und in der 6. Minute zappelt der Ball bereits zum ersten mal im Netz der Wehener. Doch nach der Führung geht den Kartoffelkäfern der Spielfluss verloren. Ein unglaublicher Stellungsfehler in der Abwehr beschert den Gästen den Ausgleich. Es ist immer das gleiche: Sobald die Alemannia führt, schaltet die Mannschaft in den Schongang. Bei einer 2 Tore Führung würden sie sich sicher alle hinsetzen. Weil Szukala aber einen sehenswerten Kopfstoß im Kasten unterbringt, Stucki einen guten Tag hat und überragend hält und Wehen zwar gut im Mittelfeld aber schwach bei den Standards ist, gelingt der erste Heimsieg der Saison.

Inzwischen hat sich das Abpfiffbierchen in der Cabane schon fast zum festen Ritual entwickelt. Mit dem Mann meiner Lieblings-Ex sitze ich an einem gewaltigen Eichenstumpf. Manchmal haben wir uns nicht viel zu sagen. Diesmal ist das anders. Es tut gut, mitzukriegen, wie auf beiden Seiten die Mauern fallen. Während aus dem Stadtpark die Klänge einer Open Air-Opernveranstaltung herüberklingen und die Dunkelheit sich über den Ungarnplatz senkt, stellt sich eine neue Vertrautheit ein. Was schon lange hätte gesagt werden müssen, darf endlich heraus. Als wir aufbrechen, ist es tiefe Nacht. Während ich durch die von tanzwütigen Teenagern überquellende Blondelstraße gehe, schaut man mich komisch an. Anscheinend ist da ein merkwürdiges Grinsen in meinem Gesicht. Es hat sich etwas geändert und das macht Mut.

Note to self: Zeit für die Allianz, Charly for President. Musik: Carcass, Dimmu Borgir, The Dillinger Escape Plan.

Diseases of the band

Ach watt schön. ANNA1 traf sich soeben zum ersten mal nach der Sommerpause, besichtigte den Flugrost und den frischen Schimmel im Proberaum und natürlich wurde nicht nur gerockt, sondern auch geschwätzt. Neben einigen Episoden aus den Ferien gab es vor allem ein wichtiges Thema, das nicht nur ein berühmtes zappaeskes Vorbild hat, sondern eine nahtlose Anknüpfung an die bereits kolportierten Missgeschicke von Torsten und Bengt ermöglicht: Die Krankheiten der Bandmitglieder! Neben meinem Sturzschaden und einer Sommergrippe von Dirk sind vor allem der Meniskus von Drummer Dieter (eins) und der Ausrutscher in einer rumänischen Dusche von Gitarrenheld Dieter (zwo) zu erwähnen. Während ersterer bald minimal invasiv geflickt wird, führte letzterer zu einer blauen Schulter, die gegipst wurde, obwohl nichts gebrochen war (Jaja, die Muränen) und zu einem aufgeschnittenen Fuß, der zum Gitarrespielen glücklicherweise nicht benötigt wird. Nur Basser Jan präsentierte sich frisch und ganz gesund, das liegt sicher an seiner überlegt-ruhigen ausgeglichenen Art ;-). Wer dermaßen in sich ruht, dem kann nichts geschehen.

Note to self: Erst Vinopolis, jetzt Marmaros. Musik: Porcupine Tree, Explosions In The Sky, Paolo Nutini.